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Alles Gute im neuen Jahr!


Leider Fernunterricht bis zum 31. Januar.

   

FrederickKarin Gündisch, Martina Wildner und Gidon Horowitz zu Gast

Auch an dem diesjährigen Fredericktag war das Kreisgymnasium nicht nur einmal, sondern mit drei Veranstaltungen beteiligt. Der Fredericktag ist ein landesweites Literatur- und Lesefest in der Zeit vom 13. bis 24. Oktober. Den Auftakt machte Karin Gündisch, die vor zwei siebten Klassen aus ihrem Buch "George: oder vom aufrechten Gang des Menschen" vorlas.

 

 

In diesem Jugendbuch geht es um eine Liebesgeschichte von zwei Schülern in Rumänien zur Zeit der kommunistischen Herrschaft. Beim Erzählen hatte Karin Gündisch zwei ehemalige Klassenkameraden aus ihrer eigenen Schulzeit in ihrem Herkunftsland vor Augen. Auch sonst ist das Jugendbuch, das sie sehr lebendig vorstellte, stark autobiographisch geprägt.

Eine zweite Lesung für zwei achte Klassen fand im Kreisgemeinschaftshaus statt und wurde von der Bibliothek des Landkreises organisiert. Das Team um Frau Schnäbele lud Martina Wildner, die Trägerin des diesjährigen Jugendliteraturpreises, aus Berlin ein.

Die aus dem Allgäu stammende Autorin hatte nur wenige Tage vorher für ihr Buch „Königin des Sprungturms“ den diesjährigen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Kinderbuch gewonnen. In Neustadt las sie aus ihrem 2006 erschienenen Buch „Michelles Fehler“.
In dem Buch geht es um Michelle, eine 14jährige, die nicht nur mit ihrem Namen und dem Französisch-Tick ihrer Mutter Probleme hat und sich mit dem Auszug des Vaters arrangieren muss, sondern auch noch von einer Mitschülerin gehänselt und verfolgt wird. Um etwas Ordnung in ihr Leben zu bekommen, klammert sie sich an Zahlen und wilde Berechnungen, trotzdem passieren ihr immer wieder Fehler. Über diese Fehler wacht in dem Buch ein „Fehlerberechnungsamt“, in dem ihr Sachbearbeiter an dem beschriebenen Tag ganze 85 Fehler dokumentiert – und schadenfroh darum bemüht ist, ihr noch weitere Probleme zu bereiten.

Ob es die schadenfrohen Bemerkungen des unsympathischen Sachbearbeiters („Hähä, Fräulein Neunmalklug“) oder die von der hänselnden Klassenkameradin verbreiteten Zwergenwitze (Michelle ist eben etwas klein…) waren, Martina Wildner gelang es bei der Lesung immer wieder, trotz der durchaus ernsten Themen, ihr Publikum zum Lachen zu bringen.
In der anschließenden Fragerunde wollten die Schülerinnen und Schüler so manches wissen – wie lange man an einem Buch schreibt, wie man Ideen bekommt, wieviel man als Autor verdient, aber auch, wie es ist, in Berlin zu leben. Auf alles gab Martina Wildner bereitwillig und engagiert Auskunft – und war natürlich am Ende auch bereit, Autogramme mit persönlicher Widmung zu schreiben.

Den Abschluss machte am 23. Oktober der bekannte Märchenerzähler Gidon Horowitz für die drei fünften Klassen im Musiksaal des Kreisgymnasiums. Schon seit Jahren kommt Gidon Horowitz im Rahmen des Fredericktages an die Schule und faszinierte die Kinder durch sein lebendiges Erzählen auch dieses Jahr wieder.

   
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