Lesefest mit Wortkünstler Timo Brunke

Ein Teil der neunten und zehnten Klassen des KGH besuchten anlässlich des Fredericktags am Dienstagvormittag, den 19.10. eine Vorstellung des Wortkünstlers Timo Brunke im Krone Theater in Titisee-Neustadt.

Zu Anfang erzählte Timo Brunke etwas über Poesie und erinnerte die Schüler*innen an ihre Kindergartenzeit und an ihre bisherige Schulzeit.Er sprach darüber, dass Gedichte in mancher Form im Leben vorkommen, und erinnerte z.B. an „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“, Verse, die viele aus ihrer Kindergartenzeit kennen, oder an Jahreszeiten-Gedichte aus den ersten Grundschulklassen. Im Gymnasium gehe es dann häufig leider nur noch um Gedicht-Interpretationen oder Analysen von poetischen Texten. Er betonte, dass poetische Texte vor allem Freude machen können, und dass sie, um ihre Wirkung zu entfalten, laut vorgetragen werden sollten.

Danach stellte er einige Balladen vor, etwa den „Erlkönig“ oder eine veränderte Variante der Ballade „Edward“, die er „Margot auf der Klippe“ nannte. Davon waren die Schüler*innen ganz gebannt und verfolgten interessiert seinen sehr lebendigen Vortrag.
Im Anschluss stellte eine Schülerin der 9c eine interessante Frage. Und zwar wollte sie Timo Brunkes Meinung zur Gendersprache wissen. Er antwortete darauf, dass dies eine schwierige Frage sei und dass er selbst viel darüber nachdenken würde, denn letztlich sei gegenderte Sprache ja nicht immer „schön“ und passe z.T. auch vom Rhythmus her nicht gut in poetische Texte. Letztendlich meinte er aber, dass man die Gendersprache, wenn es geht, durchaus einsetzen sollte.
Später trug er noch einige Liebesgedichte und die Balladen „Der Zauberlehrling“ und „Der Handschuh“ vor. Vor allem durch seine abwechslungsreiche und eindrückliche Vortragsweise, die fast an eine Theateraufführung erinnerte, wurde Poesie für die Schüler*innen, zu einem echten Spaß.
Am Ende machte er noch etwas Praktisches mit den Zuschauer*innen, sie sollten sich ein kleines, ein leichtes, ein großes und ein ekelhaftes Tier auf den mitgebrachten Zettel notieren. Diese Tiernamen sollten sie dann mit den mit ihnen verbundenen Gefühlen und passender Vortragsweise erst nur vor sich hin sprechen und dann anderen mitteilen. Damit entstanden aus diesen vier Tiernamen quasi poetische Werke – also Gedichte. Eines dieser Gedichte wurde am Schluss sogar von einem Schüler auf der Bühne vorgetragen.

Die Schüler*innen schienen allesamt von der ganz anderen Art und Weise, sich mit Poesie zu beschäftigen, begeistert gewesen zu sein und am Ende gab es deshalb auch einen großen Applaus.

(von Jule Behling, 9b)

 

 

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